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Hans-Werner Veen (1952-2026)

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tode unseres ehemaligen langjährigen Verwaltungsratsvorsitzenden Hans-Werner Veen erfahren. Er ist am Donnerstag, 7. Mai 2026, völlig unerwartet gestorben.

Bild: Hans-Werner Veen (1952-2026). Foto: Bildarchiv DRV Bund/Nürnberger

Mit Hans-Werner Veen haben wir einen Menschen verloren, der den Medizinischen Dienst Westfalen-Lippe geprägt hat wie nur wenige andere. Er war 25 Jahre Verwaltungsratsmitglied und viele Jahre Vorsitzender des Gremiums. In dieser Zeit hat er drei Chefs an der Spitze des Medizinischen Dienstes Westfalen-Lippe erlebt – Dr. Holger Berg, Dr. Ulrich Heine und Dr. Martin Rieger. Dass wir bis heute in der Region so ein dichtes Netz an Standorten haben, verdanken die Versicherten neben diesen Sozialmedizinern an der Spitze des Medizinischen Dienstes vor allem auch Hans-Werner Veen. Er war immer nah an den Menschen und wollte, dass der Medizinische Dienst das auch ist. Deshalb setzte er sich für ein dichtes Standortnetz leidenschaftlich ein.

Als Verwaltungsratsvorsitzender war er der Geschäftsführung immer ein fairer und verlässlicher Partner und als Arbeitnehmer-Vertreter im Verwaltungsrat lagen ihm die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets besonders am Herzen.

„Der Medizinische Dienst Westfalen-Lippe – das sind aber vor allem mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag dafür arbeiten, dass unser Gesundheitssystem funktioniert. Sie helfen, dass jeder Versicherte bekommt, was er braucht und wehren aber auch unberechtigte Ansprüche ab. Denn nur so kann die Leistungsfähigkeit des Systems erhalten werden. Für so eine Arbeit bekommt man selten Applaus. Umso wichtiger ist es, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren und wissen, dass der Verwaltungsrat sie schätzt, ihre Arbeit anerkennt und hinter ihnen steht.“

Das war die Botschaft, die er 2021 bei seiner offiziellen Verabschiedung dem neuen Verwaltungsrat mitgab, dessen Spitze nun von seinem bisherigen Verwaltungsratsvorstandskollegen Ralf Kuhnert und Petra Rahmann gebildet wurde.

Als Vorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund setzte er sich an anderer Stelle fortan für die Interessen der gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein.

Er war ein Ehrenamtler mit Leib und Seele. Und alle Positionen aufzuzählen, an denen er sich für die Menschen in seinem Ort, seiner Region und seinem Land eingesetzt hat, würde den Rahmen dieses Nachrufs sprengen. Sein Antrieb war eine tiefe Zuneigung zu den Menschen und das Gefühl der Verantwortung für unsere Demokratie und unsere Sozialsysteme. Er wusste, dass dieses System Menschen braucht, die sich engagieren. Er hat es bis zu seinem letzten Tag getan.

Hans-Werner Veen war ein Kind des Ruhrgebiets und hat das auch nie verleugnet, war stolz darauf. Deshalb soll am Ende dieses Nachrufs ein Wort des bekannten Ruhrpott-Kabarettisten Jürgen von Manger stehen, das in so vielerlei Hinsicht das Lebensmotto von Hans-Werner Veen hätte sein können: „Mensch bleiben!“

Unsere Gedanken und unser Beileid gelten in diesen schweren Stunden seinen Angehörigen und allen, die ihn vermissen werden. Wir gehören dazu.

Petra Rahmann & Ralf Kuhnert (Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes Westfalen-Lippe)

Dr. Martin Rieger & Dr. Peter Dinse (Vorstand des Medizinischen Dienstes Westfalen-Lippe)

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